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Regensburg, 6. Mai 2006, (dk). Das Diözesankomitee der Katholiken
im Bistum Regensburg veranstaltete am Freitag, 5. Mai 2006 seine
erste Frühjahrsvollversammlung. Vor Beginn der offiziellen
Sitzung feierten die rund 50 Mitglieder mit Bischof Gerhard Ludwig
Müller einen Gottesdienst in der Wolfgangskrypta in der Basilika
St. Emmeram. Dies hatte bereits symbolischen Charakter, da das Gremium
in seiner Zusammenkunft beschloss, Papst Benedikt XVI. bei seinem
Besuch im September eine 1,25 Meter große hölzerne Statue
des Hl. Wolfgangs zu überreichen.
Der berühmte Bistumspatron wurde von dem bereits verstorbenen
Bildhauer Max Reiger aus Bodenwöhr gefertigt. Er stellte den
Heiligen mit dem Regensburger Dom St. Peter dar, der diesen schützend
in seinen Armen trägt. Die tiefe Verbundenheit des Hl. Vaters
zu seiner bayerischen Heimat und insbesondere zur Domstadt Regensburg
führte die Mitglieder des Diözesankomitees zu dem Entschluss,
Papst Benedikt XVI. im Rahmen seines Besuchs im September als Dankeschön
für sein Kommen ein kleines Stück der kirchlichen Geschichte
Regensburgs mit auf den Weg zu geben. Der Vorsitzende, Philipp Graf
von und zu Lerchenfelder rief die Vertreter der kath. Verbände
und geistlichen Gemeinschaften auf, in ihren Gremien Geld für
eine gemeinsame Spende für den Hl. Vater zu sammeln. Der Gesamtbetrag
soll dem Papst für das internationale päpstliche Hilfswerk
"cor unum" beim Gottesdienst im September übergeben
werden. Zu Beginn der Versammlung begrüßte der Vorsitzende
als Gäste Bischof Gerhard Ludwig Müller, der ein geistliches
Wort sprach und allen Mitgliedern ein Exemplar des Kompendiums der
Soziallehre der Katholischen Kirche überreichte, Generalvikar
Michael Fuchs, Dr. Johannes Frühwald-König und Michaela
Schmid, die umfassende Informationen zum bevorstehenden Papstbesuch
gaben.

Bischof Gerhard Ludwig mit dem Vorstand des Diözesankomitees
(von links: Ingrid Wagner, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld und
Michael Meier), im Hintergrund die Figur des Hl. Wolfgang
Die Vollversammlung einigte sich gemeinschaftlich, zur geistigen
Vorbereitung auf den Papstbesuch einen Aufruf an alle Verbände
zu machen, am 29. Juni zu Peter und Paul in den Pfarreien für
den Papst zu beten. Die Einladung zum Gebet richtet sich auch an
alle Gläubigen im Bistum. Als Leitfaden soll dafür das
Vorbereitungsheft des Bischöflichen Ordinariats dienen. Des
weiteren ist eine Gebetsnacht im Dom St. Peter in der Nacht vom
14. zum 15. August geplant. An diesem Abend werden die Verbandsvertreter
und Vertreter der geistlichen Gemeinschaften wechselnd die Gebetsnacht
mittragen, Priester sollen eine Gelegenheit zu Beichte für
die Gläubigen anbieten. Zur Vorbereitung wurde ein Arbeitskreis
mit Ingrid Wagner von der Jugend 2000 als Vorsitzende gegründet.
Weiter wurde ein Arbeitskreis zur Thematik von Ehe und Familie mit
Dr. Michael Schörnig als Vorsitzenden ins Leben gerufen.
Ein Antrag des Familienbundes mit der Bitte, eine Aktion des Katholischen
Frauenbundes und von Solwodi zur Problematik um die "WM-Bordelle"
zu unterstützen, fand einstimmige Zustimmung durch die Mitglieder.
Zum Ende der Versammlung verabschiedeten die Anwesenden eine
Positionserklärung zur Cartoonserie "Popetown"
des Musiksenders MTV.
Das Diözesankomitee ist der Zusammenschluss aller katholischen
Verbände und Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Regensburg.
Es bildet den vom Diözesanbischof anerkannten Katholikenrat
im Sinne des Konzilsdekrets über das Apostolat der Laien.
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