|
Pressemeldung zur Sitzung des
Diözesanpastoralrats am 27.11.2009
Bei der Herbstsitzung des Diözesanpastoralrats stand der Themenschwerpunkt
"Verwaltungsarbeiten in Pfarrgemeinden: Wie können Pfarrer
entlastet werden?" auf der Tagesordnung.
Zu Beginn der Sitzung plädierte Bischof Dr. Gerhard Ludwig
Müller für ein weltkirchliches Denken über den eigenen
kleinen Kreis hinaus. Grund zur Freude seien außerdem die
sieben Kandidaten aus der Diözese und zwei Kandidaten aus den
Orden, die am 05. Dezember zum Diakon geweiht werden.
Zum Themenschwerpunkt referierte der stellvertretende Finanzdirektor
Alois Sattler über die Einrichtungen und Dienstleistungen der
Finanzkammer, die bereits die Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlasten
würden. So habe die Finanzkammer seit vielen Jahren die Abrechung
der Besoldung des Pfarrpersonals übernommen und kümmere
sich auch um die Verpachtung der Pfründegrundstücke. Außerdem
gebe es bereits Rahmenverträge für Telefon und Strom,
die niedrigere Einkaufspreise ermöglichten. Seit Jahren laufe
bereits mit Erfolg das Projekt des Diözesan-Caritasverbands,
der auf Antrag der Kirchenverwaltung die Geschäftsführung
für den Pfarrkindergarten übernehme.
Er betonte aber auch, dass Seelsorge und Verwaltung zusammengehörten
und aufeinander verwiesen seien.
Bei der Aussprache wurde darauf hingewiesen, dass manche Pfarreien
in finanziellen Nöten seien. Auch dürfe man Pfarrer als
Generalisten nicht überfordern, sondern diese könnten
Fachleute in die Kirchenverwaltung aufnehmen, die sie in ihrer Arbeit
unterstützten.
Neben diesem Themenbereich wurde auch die Möglichkeit eines
bistumsweiten Themenschwerpunkts diskutiert. Hintergrund für
diese Diskussion waren die positiven Erfahrungen in den Vorbereitungsmonaten
vor dem Papstbesuch 2006. Das Gremium plädierte dafür,
das Gemeinsame und die Verantwortung füreinander zu betonen.
Dabei wäre es wichtig darzustellen, wie Kirche hilft, dass
die Menschen im Glauben stark werden. Alternativ wäre auch
ein spirituelles Thema denkbar. Dabei sei vor allem an Hilfen zur
Vertiefung des Glaubens gedacht. Ins Gespräch wurden dabei
auch verschiedene Zielgruppen wie z.B. die fernen Erwachsenen, Ehejubilare,
Geschiedene gebracht. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die
Motivation für solche Schwerpunkte durch die Personalisierung
lebe, wie sich durch die Vorbereitung auf den Papstbesuch und das
Paulusjahr gezeigt habe. Dadurch würden zunächst abstrakte
Themen gut erlebbar.
Die diskutierten Schwerpunkte sollen nun in anderen Gremien aufgegriffen
und weiter entwickelt werden.
|