Aufweichung der "Stillen Tage" verhindern

Mit einem Schreiben an die Bayerische Staatsregierung sowie alleFraktionsvorsitzenden der im Bayerischen Landtag vertretenen Parteien wendet sich das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Regensburg gegen die Aufweichung der sog. „Stillen Tage“, die vom parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Fraktion,Tobias Thalhammer, gefordert wurde. Die Vollversammlung des Diözesankomitees habe mit großem Befremden wahrnehmen müssen, dass die lange und gute Tradition der „Stillen Tagen“ anscheinend vollständig dem Kommerz geopfert werden solle, schreibt der Vorsitzende des Diözesankomitees, Philipp Graf Lerchenfeld. Die Ausdehnung der Öffnungszeiten von Diskotheken und Kneipen werde wohl wichtiger genommen als das stille Gedenken und die Einkehr, die an diesen Tagen vorherrschen solle. Da es in Bayern ohnehin nur neun „Stille Tage“ gebe, seien Einschränkungen an diesen Tagen hinnehmbar.
Das Diözesankomitee weist in der Mitteilung außerdem darauf hin, dass der Vorabend von Allerheiligen nicht ein weiteres Faschingsspektakel sei, sondern dass er der Vorbereitung auf diesen Feiertag diene. „Leider sind die christlichen Wurzeln von Halloween (...) weitgehend verschüttet worden“, so der Vorsitzende des Diözesankomitees. Heute stehe Halloween auch in Deutschland für eine vermehrte Kommerzialisierung und für Auswüchse mit Polizeieinsätzen. Diesem Kommerzgedanken wolle der parlamentarische Geschäftsführer mit seinem Vorstoß anscheinend Vorschub leisten. Diese „Stillen Tage“ hätten aber bei vielen Menschen einen hohen Stellenwert, der nicht übergangen werden dürfe. Auch sei diese Aufweichung einer erster Schritt zur Lockerung des Sonntagsschutzes.

Pressemeldung

Der Brief im Wortlaut



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