Herbstvollversammlung des Diözesankomitees am 26.10.2007

Seit geraumer Zeit steht das Thema "Ehe und Familie" im Diözesankomitee auf der Tagesordnung. Deshalb fand anlässlich der Herbstvollversammlung am Freitag, 26.10.2007, die zweite Veranstaltung zur Themenreihe "Ehe und Familie" statt, die der Arbeitskreis "Ehe und Familie" des Diözesankomitees initiiert hat. Bei einer Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Parteien - eingeladen waren Roswitha Bendl (ÖDP), Maria Scharfenberg (Bündnis 90/Grüne), Joachim Wahnschaffe (SPD), Manfred Weber (CSU) - wurde über deren Programme zur Ehe und Familie unter der Leitung von MZ-Chefredakteur Manfred Sauerer diskutiert. Als Gegenpol war Prof. Johannes Schroeter vom Familienbund Bayern eingeladen. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer über die Wahlfreiheit der Eltern zur Kinderbetreuung zu Hause oder in einer Einrichtung. Dennoch waren die unterschiedlichen Ansätze der Parteien deutlich zu spüren, die von Unterstützung für selbst betreuende Elternteile über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis zur Schaffung von Bildungschancen. Prof. Johannes Schroeter betonte, dass die Erziehung über die Liebe laufe, und Liebe können nicht verordnet werden.
Bei der anschließenden Vollversammlung verabschiedete das Diözesankomitee eine Resolution zum Religionsunterricht, in der die Politik aufgefordert wird, Wert und Umfang des Religionsunterrichts an Schulen zu erhalten, um Kindern und Jugendlichen ein solides Fundament für ein selbst verantwortetes, gelingendes Leben zu geben. Dabei gehe es auch darum, dass junge Menschen lernen, ihr Handeln an Gott und Jesus Christus auszurichten und wichtige Qualifikationen wie die Übernahme von Verantwortung für sich und für andere einzuüben.
Die Unterstützung des Gremiums fand auch der Antrag der Kath. Landjugendbewegung (KLJB), die fordert, dem Klimawandel durch eine Selbstverpflichtung von kirchlichen Einrichtungen und Stellen im Bistum Regensburg zu begegnen. Dazu soll auf konkrete Maßnahmen gegen Klimawandel hingewiesen werden, um möglichst viele Menschen zum Handeln zu bewegen. Auch bei kirchlichen Neu- und Umbauten soll neben einer energiesparenden Bauweise auch die Möglichkeit überprüft werden, Heizungssysteme einzusetzen, die mit heimischen, nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden können. Die kirchlichen Mitarbeiter werden aufgefordert, notwendige Fahrten so energieeffizient wie möglich durchzuführen und den Zug zu benutzen.
Aus den Mitgliedsverbänden stellte Leonhard Fuchs die Ackermanngemeinde vor, die im Jahr 1946 als erster Vertriebenenverband nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich dieser Verband zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen zu Tschechien und der Slowakei zu vertiefen und so zu einer guten Nachbarschaft beizutragen. Gehen die Anfänge auf einen Kreis sudetendeutscher Katholiken zurück, so ist heute dieser Verband offen für alle, die diese Ziele mittragen wollen.

Steckbrief der Ackermanngemeinde (pdf-Datei)

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Roswitha Bendl, Jochen Wahnschaffe, Manfred Weber...

... Maria Scharfenberg und Prof. Johannes Schroeter.

Der Vorstand des Diözesankomitees (v.l.n.r.): Stv. Vorsitzende Ingrid Wagner, Vorsitzender Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Stv. Vorsitzender Michael Meier



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