Herbstvollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg

Regensburg, 1. Dezember 2006 (dr) Am Freitag, 1. Dezember trafen sich die rund 50 Vertreter der Katholischen Verbände und Geistlichen Gemeinschaften der Diözese Regensburg zur Herbstvollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken. Zum Auftakt feierten die Mitglieder mit Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in der Wolfgangskrypta der Basilika St. Emmeram eine Eucharistiefeier. Der Regensburger Oberhirte begleitete die Vollversammlung auch im ersten offiziellen Teil der Sitzung und überreichte allen Anwesenden ein Exemplar des Bildbandes "Papst Benedikt XVI. in Regensburg".

Der Vorsitzende des Diözesankomitees, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, reflektierte die Arbeit des Gremiums im Geschäftsjahr 2006, welche von der Planung und Begleitung des Pastoralbesuches des Heiligen Vaters in Regensburg geprägt war. Das Laiengremium des Bistums Regensburg überreichte Papst Benedikt XVI. zur Gabenprozession bei der Gottesdienstfeier auf dem Islinger Feld eine Statue des Heiligen Wolfgangs, dem Bistumspatron sowie eine gemeinsame Kollekte, die dem Projekt Nazareth zu gute kamen. Die Heiligenfigur wurde auf Wunsch des Heiligen Vaters in Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Heiligen Vaters, aufgestellt. Graf Lerchenfeld betonte die Einzigartigkeit, die Tausende von Gläubigen durch den Pastoralbesuch des Papstes im September in Regensburg erleben konnten und erklärte, dass die Messfeier auf dem Islinger Feld einen der größten Momente in seinem Leben darstelle. Bereits im Vorfeld des Papstbesuches veranstaltete das Diözesankomitee im August eine zwölfstündige Gebetsnacht im Regensburger Dom St. Peter. Nach einer Marienfeier mit Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller feierten Hunderte von Gläubigen mit Gesang und stiller Anbetung den bevorstehenden Besuch des Heiligen Vaters. Aufgrund der guten Resonanz beschloss die Vollversammlung, die Gebetsnacht in Erinnerung an den Besuch des Heiligen Vaters jedes Jahr jeweils am Wochenende nach dem 12. September zu veranstalten.


Bischof Gerhard Ludwig Müller mit dem Vorstand des Diözesankomitees

 

Die Delegierten für das Landeskomitee der Katholiken und für das Zentralkomitee der Katholiken für Deutschland berichteten, dass das Diözesankomitee in beiden Gremien rechtmäßige Mitglieder seien. Das Diözesankomitee ist das vom Bischof anerkannte Gremium zur Förderung des Laienapostolates gemäß Nr. 26 des Konzildekretes über das Apostolat der Laien. Daher sind die Delegierten selbstverständlich rechtmäßige Mitglieder des Landeskomitees bzw. des Zentralkomitees der Katholiken. Eine Abstimmung über den Status hätte sich daher eigentlich erübrigt, da eine Anerkennung im Sinne der Satzung gegeben sei (s. auch Statut ZdK § 4 (1) a). Die Delegierten gehen davon aus, dass sich die Arbeit in den Gremien in Zukunft gedeihlich gestalten wird.


Im zweiten Teil der Vollversammlung referierte Domkapitular Peter Hubbauer, Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamtes, über die geplante Stadtmission des Bistums Regensburg. In einer mehrjährig angelegten Aktion, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Emmanuel durchgeführt wird, soll der Glaube in der Stadt Regensburg durch gezielte Aktionen neue Stärke erfahren. Das Diözesankomitee und die in ihm zusammengeschlossenen Verbände und Gemeinschaften werden bei der Missionsarbeit mitwirken.

Die Vertreter des Arbeitskreises Ehe und Familie berichteten über ihr Arbeit im laufenden Geschäftsjahr. Schwerpunktthemen waren dabei die Definition von Ehe und Familie in Gesellschaft, Jugendarbeit und die Ehevorbereitung. Weiterhin wurde die Realität und Hilfestellung für Scheidungskinder und das Ehebild innerhalb der Katholischen Kirche erörtert.

Für die Frühjahrsvollversammlung des Diözesankomitees beschloss die Vollversammlung einstimmig, sich mit dem Thema Islam zu beschäftigen. Der Vorsitzende hob hervor, dass gerade in Regensburg nach dem Besuch des Heiligen Vaters in der Türkei die Stellung des islamischen Glaubens in Deutschland aufgeworfen und der damit verbundenen Problematik innerhalb der Kirche mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Bei der Frühjahrskonferenz sollen verschiedene Referenten das Thema Islam von verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Vollversammlung soll in Form einer zweitägigen Klausurtagung abgehalten werden.

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